Aus Müll Geld machen

Am 1. Januar 2015 tritt das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz in Kraft.

Kern des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist die neue fünfstufige Abfallhierarchie und ihre Umsetzung im bisherigen Grundpflichtenmodell. Die neue Hierarchie legt die grundsätzliche Stufenfolge aus Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Recycling und sonstiger, u.a. energetischer Verwertung von Abfällen und schließlich der Abfallbeseitigung fest.

Quelle: http://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallpolitik/kreislaufwirtschaft/eckpunkte-des-neuen-kreislaufwirtschaftsgesetzes/, aufgerufen am 24.11.2013

Bisher haben oftmals private Betriebe die Müllentsorgung in vielen Gemeinden übernommen. Doch auch immer mehr Kommunen wollen sich um die Wertstoffentsorgung kümmern. Der Grund: Sie erwarten Einnahmen.

Die Privaten sind sauer auf das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz, da es die Position der kommunalen Entsorger stärkt. „Das Gesetz wird zur Monopolbildung missbraucht“, sagen die Interessenverbände der Privaten.

Quelle: „Das Geschäft mit den Wertstoffen“, Straubinger Rundschau, 23.11.2013

Es herrscht somit eine starke Konkurrenz zwischen kommunalen Entsorgern und Privaten, wer die Wertstoffentsorgung übernehmen darf.

Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht zudem eine flächendeckende Getrenntsammlung von Bioabfällen vor. Zur Sammlung über die Biotonne und zur anschließenden Bioabfallverwertung gibt es für den Raum Regensburg bereits ein erstes Gutachten des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS), in dem regional und überregional Varianten der Biomasseverwertung geprüft wurden.

In einem weiteren Detailgutachten des ZMS wird derzeit explizit für den Teilraum Regensburg die Frage der Wirtschaftlichkeit, der hochwertigen Verfahrenstechnik sowie des Standorts noch intensiver bewertet.

Quelle: Landkreis Regensburg, Dokumentation 2020

Standorte sind geeignet, wenn sie groß genug und damit wirtschaftlich sind. Denn Trockenfermentationsanlagen oder Ähnliches sind nur dann rentabel, wenn sie sehr groß sind. Finanziell interessant sind Anlagen erst ab einem Fassungsvermögen von 30.000 bis 40.000 Tonnen Bioabfall – pro Jahr. Hierbei wird das Biogas aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist.

Der Bürger nahe einer solchen Anlage hat keine unmittelbaren Vorteile, jedoch Nachteile: Verkehr, Lärm, Gestank, sinkende Lebensqualität, etc.

Der Landkreis braucht Abfalllösungen